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Freunde finden im Kreis Steinfurt

Ein Sprichwort sagt: „Mit dem Münsterländer musst du erst einen Sack Salz essen, bevor du seine Freundschaft gewinnst.“

Das ist zwar arg übertrieben, aber ein wenig ist dran: Im Münsterland, zu dem auch der Kreis Steinfurt gehört, kennen sich die Menschen untereinander oft schon seit dem Kindergarten, die Freundeskreise existieren seit Schulzeiten. Das liegt daran, dass viele im Kreis Steinfurt ihrer Heimat eng verbunden sind: Für Ausbildung oder Studium gehen manche für ein paar Jahre weg, kommen oft aber spätestens zur Familiengründung wieder „nach Hause“.

Für „Zugezogene“ kann es daher zunächst schwierig sein, Freunde im Kreis Steinfurt zu finden. Doch wenn Sie sich erst einmal ein paar Freundschaften aufgebaut haben, dann können Sie auf diese auch zählen. Mit diesen Tipps fällt es Ihnen leichter, „reinzukommen“:

Tipp 1: Freunde finden am Arbeitsplatz

Kollegen sind für viele der erste Kontakt am neuen Ort. Da schadet es nicht, sie nach den ersten Wochen einmal auf ein Feierabendbier einzuladen. Achtung: Falls Sie nach Hause einladen, fragen sie vorher nach, welche Biermarke gerne getrunken wird. In Steinfurt gibt es z. B. die überörtliche bekannte Brauerei Rolinck, doch auch kleinere Privatbrauereien existieren im Kreis Steinfurt. Manche Kollegenkreise trinken gerne regionales Bier, andere bewusst nicht.

Wenn Sie keine Kollegen haben, weil Sie z. B. Freiberufler oder Einzelunternehmerin sind, empfehlen wir die Unternehmer-Netzwerke im Kreis Steinfurt – z. B.:

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Tipp 2: Ehrenamtliches Engagement

Ein Hobby wollen Sie sich ja wahrscheinlich sowieso zulegen am neuen Wohnort – wie wäre es, wenn Sie sich dann gleich im Sport- oder Schützenverein engagieren? Ehrenamtlich Tätige werden überall händeringend gesucht, Sie rennen also offene Türen ein und bekommen so schnell Kontakt zu meist gut vernetzten Menschen.

Je nach Vorliebe können Sie sich verschieden engagieren:

  • Der Kreissportbund Steinfurt ist Ansprechpartner, wenn Sie einen Sportverein in Ihrem Wohnort suchen.
  • Wenn Sie gerne in einem Schützenverein Mitglied werden möchten, fragen Sie einmal den Schützenkreis Steinfurt nach geeigneten Vereinen in Ihrem Wohnort. In den Schützenvereinen treffen Sie oft auch die Menschen, die in Ihrem Ort familien- oder funktionsbedingt Einfluss haben.
  • Möchten Sie sich sozial engagieren, ist Der Paritätische Kreis Steinfurt ein guter erster Ansprechpartner.
  • Auch politisches Engagement ist möglich: Welche Ortsverbände der Parteien sich im Gemeinde- oder Stadtrat beteiligen, erfahren Sie auf der Homepage Ihrer Kommune.
  • In jedem Ort gibt es kleinere Kunst- oder Kulturvereine und -Initiativen. Googeln Sie mal, was Sie interessiert!
  • Wer der Kirche oder anderen Glaubensgemeinschaften nahesteht, findet im Kreis Steinfurt zahlreiche Gemeinde, in denen er sich engagieren kann. Denn Kirche gehört hier für viele zum Alltag. Das kath. Kreisdekanat Steinfurt oder der Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken nennen Ihnen die Ansprechpartner.

Übrigens brauchen Sie sich nicht gleich als Abteilungsleiter anzubieten, wenn Sie Freunde finden möchten. Es genügt erst einmal, wenn Sie beim nächsten Sport- oder Schützenfest o. ä. mithelfen. So können Sie einmal hineinschnuppern, ohne gleich Verantwortung für einen längeren Zeitraum zu übernehmen.

Viele Kommunen haben übrigens eine Online-Vereinsliste auf Ihrer Homepage. Rheine beispielsweise hat sogar eine Ehrenamtsbörse.

Tipp 3: Nachbarschaft pflegen

Je ländlicher Ihr Wohnort, desto mehr Bedeutung hat die Nachbarschaft. Sobald der erste Umzugsstress vorbei ist, laden Sie Ihre Nachbarn doch einmal zum Kennenlern-Kaffee ein. Das ist auch eine gute Gelegenheit, die ungeschriebenen Gesetze Ihrer Nachbarschaft zu erfahren, damit Ihnen kein Fauxpas unterläuft. Manchmal gibt es auch jährliche Straßenfeste, auf denen die Nachbarn zusammentreffen und Sie Freunde finden können.

Apropos ungeschriebene Gesetze: Gerade wenn Sie in einer landwirtschaftlich geprägten Gegend wohnen, ist nicht unbedingt der nächste Hof Ihr Nachbar. Nachbarschaften sind hier gewachsene Gebilde, deren Ursprung manchmal nicht mehr so recht nachvollziehbar ist. Manchmal gründen sie auf alten Fastabendgemeinschaften, in denen die Nachbarschaftshilfe geregelt war. Die Nachbarn waren dann z. B. diejenigen, die die Totenwache hielten und die Beerdigungsgemeinschaft verköstigten. Andere Nachbarschaften gründen auf der ursprünglichen Gemeindezugehörigkeit oder Konfession.

Doch auch in Städten gibt es oft unsichtbare Grenzen, bis wohin jemand nach allgemeiner Auffassung noch ihr Nachbar ist und ab wo nicht mehr. Fragen Sie einfach einen der nächsten Anwohner, mit dem Sie sich gut verstehen, wie man Nachbarschaft dort versteht.

Tipp 4: Kinder und Hunde als Kontaktpunkte

Kinder und Hunde sind eine prima Möglichkeit, um mit Menschen im eigenen Viertel in Kontakt zu kommen und vielleicht Freunde zu finden.

Wenn Sie mit Ihrem Hund regelmäßig Gassi gehen, werden Sie schnell feststellen, welche Orte und Zeiten bei Hundehaltern beliebt sind, an denen man sich trifft. Mit dem Hund haben Sie auch gleich ein unverfängliches Gesprächsthema. Außerdem gibt es Hundesportvereine wie in Nordwalde oder Hundeschulen wie in Steinfurt.

Krabbeltreff, Kita, Schule, Sportverein, Musikschule – wer Kinder hat, kommt ständig unter Leute. Seien Sie ruhig ein wenig egoistisch und besuchen Sie die Angebote öfter, wo Sie Eltern treffen, mit denen Sie auf einer Wellenlänge sind. Gute erste Ansprechpartner für Eltern-Kind-Gruppen und Freizeitangebote für Eltern sind die Familienbildungsstätten im Kreis Steinfurt in Rheine, Ibbenbüren und Steinfurt. Weitere Angebote sind oft bei den Kirchen oder Familienzentren in den Kitas angesiedelt. Googeln Sie einfach mal „Angebote für Familien“ und Ihren Wohnort.

Tipp 5: Andere Zugezogene treffen

In manchen Gemeinden gilt noch als Zugezogener, wer bereits 30 Jahre am selben Ort wohnt. Dabei muss „zugezogen“ kein Ausdruck mangelnder Wertschätzung sein – also bloß nicht empfindlich reagieren!

Jedoch kann es gerade in der Anfangszeit helfen, andere Zugezogene zu treffen, bevor man sich an die etablierten Cliquen wagt. Wie Sie erkennen, wer zugezogen ist? Wetten: Dafür bekommen Sie schnell ein Gespür! Oft äußert es sich in der Art, wie offen und interessiert man Ihnen begegnet …

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